Tour de Farbexplosion

Morgens aufgestanden und extrem schönes Wetter, also ist das Wäschewaschen, mein Zuhause aufräumen spontan ausgefallen – Ohhhhh – sehr schade 😅

An einem Samstag in den Pfälzerwald zu gehen scheidet aus, erst recht bei dem Wetter – mittlerweile ist bei gutem Wetter super viel los im Wald und wandern auf einer Menschen-Autobahn hatte ich heute gar keine Lust. Also Rucksack gepackt und los geht’s – ich lass mich mal treiben in welche Richtung es geht.

Mir ist die Beschilderung aufgefallen mit der Kaiserkrone – der Salier-Radweg nach Speyer – ich erinnere mich, dass ich den schon einmal machen wollte – mit dem Fahrrad, heute dann eben zu Fuß quasi entgegen der Menschenmenge und zwar in Richtung der Rheinebene.
Ein Gedanke spukt mir durch den Kopf: „vielleicht ist meine Mutter zuhause und es würde vielleicht einen Kuchen geben – vielleicht wer weiß…“

Entscheidung gefällt, es geht in die Richtung Speyer, aber schon nach kurzer Zeit wird es mir sehr warm. Die erste Kleidungsschicht ist schnell abgelegt und im Rucksack verstaut. So ging es weiter durch die Dörfer Niederkirchen, Meckenheim in Richtung Haßloch. Ab Meckenheim wurde es nicht so schön – viel Autoverkehr…

Bei Haßloch habe ich mir mein Mittagessen an einem See gegönnt, zu dem Zeitpunkt gab es leider keine Sonne mehr.

Im Rücken zu mir ist ein Flugverein, ich hab mir einige Piloten angeschaut, die anscheinend Starts mit ihren Segelfliegern gemacht haben – sehr spannend in so einer Nussschale.

Weiter geht es – so lange kann ich nicht bleiben, es wird mittlerweile früher dunkel. Ich komme in den Wald bei Haßloch und werde tatsächlich erschlagen von so vielen Herbstfarben.

Ich gehe aus dem Wald heraus – meine Mittagspause war doch länger als gedacht.
Ich stelle fest, dass es losgeht mit der Dämmerung und vor mir liegen noch gut 10–12 km, ich entscheide mich, nicht weiterzugehen und gehe beim Scheidegraben aus dem Wald und treffe auf Kühe und Rinder.

Mittlerweile habe ich von meiner Mama eine Nachricht erhalten, dass sie nicht zuhause ist – schade, dann gibt es keinen Kuchen.
Während ich also in Richtung Iggelheim gehe, kommt mir ein Mann mit einem Eis entgegen — Huaaaah, wenn es keinen Kuchen gibt, dann eben Eis – vermutlich das letzte für dieses Jahr.
Ich hab mit voller Hingabe einen leckeren Nussbecher gegessen und bin zufrieden in Richtung Bahnhof Böhl-Iggelheim gelaufen und mit der Bahn nach Hause gefahren… mal wieder eine schöne Wanderung mit so schönen Farbexplosionen im Wald.

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