Less is More (Weniger ist mehr) – aber nicht aus Stil, sondern damit ich ins Tun komme
Ich habe mir vorgenommen, morgens einfach zu schreiben.
Egal worüber. Ohne Anspruch auf Form oder Perfektion.
Mir geht es darum, Gedanken, die mich beschäftigen, rauszulassen. Den Rest kann ich später immer noch ordnen.
Aktuell merke ich immer stärker: Weniger ist mehr
Viele Dinge beschäftigen mich gleichzeitig.
Der richtige Stift, das richtige Mindset, das richtige Hemd, der richtige Job.
Und genau da ist mir aufgefallen: Je mehr Optionen ich habe, desto schwerer fällt es mir, Entscheidungen zu treffen.
Ein kleines Beispiel:
Ich habe keinen klassischen Fernseher mehr. Stattdessen nur noch einen Monitor, den ich auch mal zum Schauen nutzen kann. Früher habe ich gerne Filme geschaut – heute sind es oft Serien ohne richtiges Ende. Und genau dieses „kein Ende“ ist für mich ein Problem. Ich brauche Abschlüsse, um wieder aufzustehen und weiterzumachen.
Ähnlich beim Handy:
Früher hatte ich jede neue App installiert. Ich konnte alles damit machen – und habe es auch versucht.
Heute liegt das Handy oft einfach im Rucksack oder ich vergesse es sogar zu Hause. Und interessanterweise: Ich mache dadurch weniger – aber das fühlt sich besser an.
Gestern habe ich meine Notizen aufgeräumt.
Dabei ist mir aufgefallen, dass ich mir alles aufschreibe, um bloß nichts zu vergessen.
Aber vielleicht geht es gar nicht darum, alles festzuhalten.
Vielleicht ist es wichtiger, Dinge auch vergessen zu dürfen.
Das Wichtige bleibt. Das Unwichtige darf gehen.
Auch im Alltag zeigt sich das:
In meinem Kleiderschrank hatte ich lange den Anspruch, alles ordentlich und perfekt zu sortieren.
Aber warum eigentlich?
Meine Unterwäsche liegt inzwischen einfach in einer Box – ohne perfektes Falten. Und es funktioniert.
Dieser Gedanke von Minimalismus begleitet mich gerade.
Ich finde ihn gut – aber ich werde nicht alles verteufeln, was ich besitze.
Es geht mir nicht darum, radikal auszumisten, sondern darum, das Wesentliche zu erkennen und regelmäßig zu nutzen.
Ein Beispiel dafür ist mein iPad:
Ich hatte es lange immer dabei. Heute reicht mir oft das Handy oder mein Mac.
Das iPad ist „nice to have“, aber es braucht Aufmerksamkeit, Pflege und Integration in meinen Alltag.
Und die Frage ist: Ist es wirklich wichtig?
Aktuell eher nicht.
Auch beim Thema KI merke ich das:
Muss ich wirklich alles mit Tools wie ChatGPT oder Gemini prüfen, besprechen und durchdenken?
Ich finde KI extrem hilfreich – aber sie braucht Zeit, Input und Energie.
Und manchmal ist Denken einfach… Denken.
Vielleicht ist das der Punkt:
Wir haben immer mehr Möglichkeiten, Tools und Technologien – aber verlieren dabei etwas den direkten Zugang zu uns selbst und zu anderen Menschen.
Ich teste gerade für mich, wie wenig ich eigentlich brauche.
Nicht als Konzept oder Ideologie – sondern damit ich wieder einfacher ins Tun komme.


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